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Sequel zur Kinderbuchverfilmung: „Hexe Lilli und die Reise nach Mandolan“

Sequel zur Kinderbuchverfilmung: „Hexe Lilli und die Reise nach Mandolan“

Zwei Jahre ist es her, dass die Titelheldin in Hexe Lilli – Der Drache und das magische Buch in der ersten Kinoadaption von Knisters erfolgreicher Kinderbuchreihe das Zaubern erlernten. Nach ihrer Bewährungsprobe in der Zauberkunst darf die kleine Hexe ein neues Filmabenteuer bestehen. In der Fortsetzung des magischen Kinderfilms schickt Regisseur Harald Sicheritz die Hexe Lilli in die Wüste. Ein verfressener grüner Drache mit der Stimme Michael Mittermeiers und ihr unverwechselbarer Charme gehen gemeinsam mit der Hauptdarstellerin Alina Freund auf Die Reise nach Mandolan, wo im fernen Orient eine neue Herausforderung wartet.

Als ein „Märchenland“ wird das arabische Fantasiereich beschrieben, in das Die Reise nach Mandolan Lilli und ihren kleinen Drachenfreund Hektor führt. Ein Brief des Großwesirs Guliman (Jürgen Tarrach) bittet sie um Entzauberung des Herrscherthrons, der „von böser Hand“ verflucht sei. Während Hektor einer bezaubernden Dschini namens Suki (Coasma Shiva Hagen) verfällt, entdeckt Lilli hinterhältige Intrigen hinter der goldenen Palastfassade. Tatsächlich ist die böse Hand die, welche der eingebildete Guliman selbst und sein hinterhältiger Hofmagier Abrasch (Ercan Durmaz) im Spiel haben. Der Straßenjungen Musa (Tanay Chheda) verrät ihr, dass der rechtmäßige Sultan in der „Verbotenen Stadt“ gefangen gehalten wird.

Die Hexenprüfung hat Lilli erfolgreich bestanden, doch mit dem Zauberregeln pauken hapert es noch gelegentlich. Noch ungestümer als ihre Zauberei ist mitunter das Temperament der kleinen Heldin. Obwohl das Autoren-Duo Bettine und Achim von Borries Knisters kecke Romanfigur braver machen, als sie es im ersten Kinofilm sein durfte, hat Alina Freund nichts von ihrem darstellerischen Charme eingebüßt. Ihr lebhaftes Spiel macht Lilli trotz des fantastischen Sujets zu einer der wenigen authentischen Protagonistinnen des Kinderfilms. Ihre kleine Schwächen lassen die Nachwuchshexe zu einem sympathischen Gegenbild zu makellosen Klischee-Mädchen wie Prinzessin Lilifee werden. Stefan Rutzowizky, der Hexe Lilli für ihre ersten Lehrstunden im Übersinnlichen auf die Leinwand zauberte, wurde für Die Reise nach Mandolan von Harald Sicheritz auf dem Regiestuhl ersetzt.

Als Mischung aus altem Indien und sagenhaftem Orient inszeniert er das quirlige Straßengewirr Mandolans, in dem es obendrein wie in China eine Verbotene Stadt gibt. Wenn auch die unprätentiöse Kulisse von Lillis erstem Kinoauftritt gelungener war als die grelle Szenerie, gelingen der Buchvorlage und dem spielfreudigen Ensemble kurzweilige Kinderunterhaltung.

  • Beitragsbild © Walt Disney
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