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Jordan Peeles „Us“ schenkt der Schattenseite der Klassengesellschaft furchteinflößendes Eigenleben

Jordan Peeles „Us“ schenkt der Schattenseite der Klassengesellschaft furchteinflößendes Eigenleben

Der Titelsong ist die erste diverser komplexer Metaphern, mit denen Jordan Peele seinen brillanten Horror-Thriller spickt. Es braucht nur ein anderes Tempo, Instrumente und Akzentuierung und schon wird aus Konsonanz Dissonanz. Gleichsam sind die Tethered, die Adelaide Wilson (exzellent: Lupita Nyong’o), ihren Gatte Gabe (Winston Duke) und deren Kinder Zora (Shahadi Wright Joseph) und Jason (Evan Alex) konfrontieren, mehr als nur monströse Echos aus einem psychologischen Abgrund, der sich 1986 in Adelaide Kindheit auftut.

Die Story beginnt nicht zufällig in der Reagan-Ära, als Events wie die gespenstisch evozierte Menschenkette die eskalierende soziale Spaltung retuschieren sollten. Während Get Out, mit dem Us Teil eines Filmquartetts über gesellschaftliche Albträume ist, Rassismus anging, konzentriert sich die buchstäblich doppelbödige Gruselsatire auf ein ebenso polarisierendes Thema: das Klassensystem. Wieder droht Selbstverlust, diesmal nicht des Körpers, sondern des Sozialrangs. Die Doppelgänger sind, was die Wilson hätten sein können (und umgekehrt): mörderische Verkörperungen der Milieutheorie.

Die Bilderbuch-Mittelschichtsfamilie erinnern sie brutal, dass jede deren Taten an der Sonnenseite grausame Konsequenzen hat für die im Schatten. Konsistent mit dem zentralen Doppelgängermotiv wimmelt der Plot von Dualismen, verborgen in der detaillierten Szenerie und schwarzhumorigen Handlung. Vordergründig variiert die Belagerung der Wilsons durch böswillige Alter Egos das Home-Invasion-Genre. Darunter lauert eine schneidend scharfsinnige Parabel. Das Selbstverständnis der Tethered „Wir sind Amerikaner!“ verweist konfrontativ auf den maliziösen Doppelgänger von Us: U.S.

Der Titelsong ist die erste diverser komplexer Metaphern, mit denen Jordan Peele seinen brillanten Horror-Thriller spickt. Es braucht nur ein anderes Tempo, Instrumente und Akzentuierung und schon wird aus Konsonanz Dissonanz. Gleichsam sind die Tethered, die Adelaide Wilson (exzellent: Lupita Nyong’o), ihren Gatte Gabe (Winston Duke) und deren Kinder Zora (Shahadi Wright Joseph) und Jason (Evan Alex) konfrontieren, mehr als nur monströse Echos aus einem psychologischen Abgrund, der sich 1986 in Adelaide Kindheit auftut.

Die Story beginnt nicht zufällig in der Reagan-Ära, als Events wie die gespenstisch evozierte Menschenkette die eskalierende soziale Spaltung retuschieren sollten. Während Get Out, mit dem Us Teil eines Filmquartetts über gesellschaftliche Abgründe ist, Rassismus anging, konzentriert sich die buchstäblich doppelbödige Gruselsatire auf ein ebenso polarisierendes Thema: das Klassensystem. Wieder droht Selbstverlust, nur nicht des Körpers, sondern der Sozialstellung. Die Doppelgänger sind, was die Wilson hätten sein können (und umgekehrt): mörderische Verkörperungen der Milieutheorie.

Die Bilderbuch-Mittelschichtsfamilie erinnern sie brutal, dass jede ihrer Taten an der Sonnenseite grausame Konsequenzen hat für die im Schatten. Konsistent mit dem Kernmotiv des Doppelgängers birgt der Plot zahlreiche Dualismen, verborgen in der detaillierten Szenerie und vielschichtigen Handlung. Vordergründig variiert die Belagerung der Wilsons durch böswillige Alter Egos das Home-Invasion-Genre. Darunter lauert eine abgründige Parabel. Das Selbstverständnis der Tethered „Wir sind Amerikaner!“ verweist konfrontativ auf den maliziösen Doppelgänger von Us: U.S.

  • OT: Us
  • Regie: Jordan Peele
  • Drehbuch: Jordan Peele
  • Produktionsland: USA
  • Jahr: 2019
  • Laufzeit: 116 min. 
  • Cast: Lupita Nyong’o, Winston Duke, Elisabeth Moss, Tim Heidecker, Yahya Abdul-Mateen II, Anna Diop, Evan Alex, Shahadi Wright Joseph, Madison Curry, Cali Sheldon, Noelle Sheldon,
  • Kinostart: 21.03.2019
  • Beitragsbild © Universal 
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