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Berlinale ’20 Generation: „Pompei“ boasts the pretentious porn chic of 90s jeans commercials

Berlinale ’20 Generation: „Pompei“ boasts the pretentious porn chic of 90s jeans commercials

Immerzu rauchen. Mädchen stehen nämlich drauf, wenn Jungs rauchen. Möglichst lässig aussehen, ins Leere starren und so tun, als denke man etwas ungemein Intellektuelles und glotzt man ihnen auf den Arsch. So erklärt in Anna Falguères’ und John Shanks stilisierter Endzeitfabel einer der herumstreifenden kleinen Jungen einem anderen, wie er sich an kleine Mädchen heranmachen könne. Mit derselben Methode macht sich das Regie-Duo ans Publikum heran. Mit einem Unterschied: begafft und lasziv zur Schau gestellt wird das minderjährige Ensemble.

Das hängt in stylish zerschlissenen Klamotten träge in den Ruinen einer menschenleeren Western-Landschaft herum, wenn es nicht Anführer Victor (Aliocha Schneider) beim Sex beobachtet. Kleine Jungs paffen Zigaretten, zitieren Paul Verlaine und tun dabei so lässig, poetisch und tiefsinnig, wie der abgeschmackte Beitrag zur Berlinale Generation sich präsentiert. Mädchen wie Victors Lover Billie (Garance Marillier) sind austauschbare Lustobjekte in den Augen der Jungen; alle sind Lustobjekte vor der Kamera. Das Festival-Pendant zur pädophil gefärbten 90er Calvin-Klein-Reklame.

  • OT: Pompei
  • Regie: Anna Falguères, John Shank
  • Drehbuch: Anna Falguères, John Shank
  • Produktionsland: France, Canada, Belgium
  • Jahr: 2019
  • Laufzeit: 95 min. 
  • Cast: Aliocha Schneider, Garance Marillier, Vincent Rottiers, Judith Williquet
  • Beitragsbild © Berlinale
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